Der Anfang

Eines schönen Tages kontaktierte uns die Wirtschaftsförderung einer Gemeinde im Münsterland. Sie hätten Probleme mit dem lokalen Arbeitsmarkt und möchten digital nachhelfen, Firmen zu mehr Azubis zu verhelfen.

"Hilfe, uns laufen die Schüler davon."

Eine Job-Börse sollte es richten. Allerdings ist das nicht unser Denken. Wenn die zahlreichen Jobbörsen bis jetzt nicht geholfen haben, warum sollte dann ein neues Projekt, das zudem noch bekannt gemacht werden muss, etwas ändern?

Neu denken ist die Devise

Schnell offenbarte sich ein typisches Problem: nicht hip oder abgelegen genug, damit die Jugendlichen bleiben und doch zu weit entfernt, um zu pendeln. Daher gehen viele, z.B. zum Studieren.

Symptom erkannt. Aber ist das das eigentliche Problem? Eher nicht!

Viele Schüler:innen wissen bis zum Abschluss nicht, was sie beruflich werden wollen. Zudem hängt es sehr vom individuellen Engagement einzelner Lehrer ab, was diese den Kids vermitteln. Manche lassen ihre Schützlinge viel lesen, andere schicken sie zur Agentur für Arbeit oder offerieren stundenlange Psychotest. Immer noch? Ganz ehrlich? Das hat schon in den 90ern nicht funktioniert. Und der Bedarf lokaler Unternehmen ist damit auch noch nicht berücksichtigt.

Spielen wir also "Was wäre wenn"!

...wenn wir wüssten, was alles vor Ort ausgebildet werden kann!?

Ja, Überraschung. Eine Wirtschaftsförderung hat i.d.R. handgepflegte Excellisten. Sie "weiß" nicht zwingend, welche Firmen im Umkreis arbeiten, nur weil diese angemeldet sind und Steuern zahlen.

...wenn Schüler:innen daraus die für sie passenden Angebote ermitteln können!?

...ohne die Berufsbezeichnung dafür kennen zu müssen!?

Und dann auch noch gleich Kontakt aufnehmen könnten!?

Mit ein paar Klicks, weil das Schreiben und Zusammensuchen der Bewerbungsmappe ein Handicap für den Prozess ist - selbst wenn Firmen nur Digitales fordern.

Genau: das wär' der Hit!

Eine gute Datenbasis als Grundlage

Kein Problem, wenn man digitale Daten hat. Wir haben daher einen Katalog aus 50 Fragen erarbeitet und mit einen Matching-Algorithmus verknüpft.

Sucht eine Firma Azubis, beschreibt sie die passenden Kandidaten mit diesen Kriterien. Dabei können team- oder kundenspezifische Anforderungen einfließen, so dass ein und dieselbe Berufsbezeichnung unterschiedlichste Profile ergibt.

Nun haben wir also offene Ausbildungsstellen, die mit Eigenschaften, Neigungen und Vorlieben beschrieben sind - der Name wird zur Nebensache.

Ein komplexer Vorgang verschachtelter Datenanalysen wird von uns so aufbereitet, um mit ein paar Klicks passgenaue Ergebnisse liefert. Das ist azubiMatch.

Alle Macht der Jugend

Nun ist es an den Schülern und Schülerinnen. Sie geben ihr Profil ein - mobiltauglich, datenschutztechnisch anonym und in nur ein paar Minuten. Das geht auf dem Heimweg im Bus ebenso wie im Klassenverband. Dabei können die Lehrer auch bei der Selbsteinschätzung helfen.

Unser Matching legt beide Profile übereinander und spuckt eine nach Trefferquote sortierte Liste aus.

Die Profile sind dabei völlig anonym und können jederzeit erneut abgefragt werden. Erst wenn ein Angebot gefällt, nehmen die Jugendlichen Kontakt zur Firma auf.

Ergebnisse

Nach Fertigstellung haben wir einige begleitete Tests durchgeführt und dabei Schülern:innen und Lehrern:innen über die Schulter geschaut.

Schüler nutzen die Maske wie erwartet völlig intuitiv.

Schüler freuen sich, wenn ihnen Jobs mit hoher Trefferquote gezeigt werden, die sie gar nicht auf dem Radar hatten.

Schüler freuen sich, Firmen zu entdecken, die bei ihnen in der Nähe sind.

Schüler freut es tatsächlich, wenn sie mit einem Klick Kontakt aufnehmen können. Gerade das aufwändige Zusammensuchen aller Inhalte für eine Bewerbungsmappe stresst sie.

Diese positiven Erfahrungen sorgen für eine deutlich höhere Anzahl von Kontaktaufnahmen zu den Unternehmen.

Und dennoch kommen bei den Firmen nur passende Kandidatenanfragen an. Die HR-Mitarbeiter freut dies ebenso.

Bonus

Außerdem stellten sich zusätzliche Pluspunkte ein


Schüler sind immer positiv überrascht, unbekannte Vorschläge zu sehen. Das schafft neue Möglichkeiten.

Lehrer sind egagierter, so dass mehr Klassen als sonst teilnehmen

Schüler kontaktieren mehr Firmen

die Unternehmensgröße oder die Bekanntheit des Firmennamens spielen keine Rolle bei der Auswahl, sondern die Quote

Schüler empfinden als viel unkomplizierter, wenn sich ein Unternehmen quasi mit Interesse meldet

Erfolgsfaktoren auf einen Blick

Es gibt tatsächlich nur Gewinner:

Größere Auswahl: Schüler finden mehr Jobs, die sie nicht kannten oder auf die sie nicht gekommen wären

Weniger Frustration: Schüler finden nur Treffer auf Jobs, die auch verfügbar sind.

Geringere Unsicherheit: neue Perspektiven für bisher Unentschlossene

Mehr Kontakte: die geringe Hürde fördert die Kontaktaufnahme zu den Unternehmen

Mehr besetzte Stellen: Firmen können besser einschätzen und auswählen, wen sie einladen und mit wem sie Stellen besetzen

Stärkung der lokalen Wirtschaft

Aktivere Lehrerschaft


Alle gewinnen: Schüler, Unternehmen und die Gemeinde!

Erweiterung

Und das ist noch nicht alles. Nach der erfolgreichen Einführung von azubiMatch haben wir das Matching auf Ausbildungsmessen adaptiert - die allseits bekannten BIMs, BAMs und BOMs.
Firmen und Lehrer sind oft unzufrieden. Die Schüler:inner dort hin zu bewegen scheint oftmals schwierig, die meisten holen sich einen Stempel und verdünnisieren sich dann zum nächsten Dönerladen. Die Firmen bemängeln, dass wenige Schüler kommen und oft auch die falschen. Die Begeisterung auf allen Seiten ist dementsprechend gering.

Problem erkannt

Beim Beheben der altbackenen Aufmachung trister Holztische, langweiliger Flyer und nichtssagender Firmennamen in der Aula irgendeiner Schule können wir nur beratend zu Seite stehen. Dank azubiMatch können wir die Schüler aber auch in der Stadthalle direkt an den richtigen Stand lotsen. Und die Firmenvertreter wissen dann sogar, wer kommt. Das hilft!


Pünktlich zur Fertigstellung dieser Real-World-Erweiterung kam Corona. Die Lösung der Stadt: die Messe muss ausfallen. Häh? Als ob die Schüler mit Unterrichtsausfall nicht genug zu kämpfen hätten:

"Virtuelle Messe" heißt die Lösung!

Seit dem gibt es unser Komplett-Konzept für voll digitale Ausbildungsmessen.
Die Messe wird online ausgerichtet. Lobby, Messehallen, Stände - alles da, nur eben im Netz. Optisch ansprechender als in den Aulas, zielgerichteter und effektiver für die Unternehmen. Und die Besucher finden mit dem Matching zu den richtigen Ständen.

Inzwischen läuft alles einzeln oder im Paket Hand in Hand:

  • azubiMatch für die Region
  • eine Messe, die alle Jobs direkt mit übernimmt
  • und egal ob virtuell, vor Ort oder hybrid

Ihr Ansprech­Partner:

Lars Plettau :: pott.digital
Lars Plettau Vertrieb / Beratung

Telefon: 0209 27 55 285-0